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Hydro


In der Hydrotherapie findet Wasser in verschiedensten Anwendungen seinen Platz.

Da wären zunächst einmal Wannenbäder

mit medizinischen zusätzen, z.B. Heublume, Fichtennadel, Jodsole, Moorlauge und Schwefel, um nur einige zu nennen. Hinzu kommen Wannenbäder in der Form von "Sprudelbädern" z.B. mit CO2 oder Sauerstoff. Aber in der Wanne kann auch behandelt werden. Hierzu bieten sich Bürstenbäder und Unterwassermassagen an.


Die Unterwassermassage

ist eine Therapie bei der der Patient in einer speziellen Wanne liegend, mittels eines Druckschlauches "massiert" wird. Diese Massageform bietet sich besonders bei kontaktempfindlicher Haut und starker Körperbehaarung an. 


Neben den Wannebädern sind in der Hydrotherapie noch Teilbäder, zur Behandlung von Armen und Beinen zu finden. Hier gibt es Fusswechslbäder, welche allgemein Abwehrstärkend und kreislauf- und durchlutungsfördernd sind. Auch bei den Teilbädern ist es möglich mit Zusätzen zu arbeiten. Ebenso verhällt es sich mit Sitzbädern diese werden entweder in einer normalen Badewanne oder in einer speziellen Sitzwanne durchgeführt.


Aber nicht nur gebadet wird in der Hydrotherapie, sondern auch ausserhalb der Wannen findet Wasser  seine Anwendung. Da wären zum einen Güsse, welche meist klein anfangen (Guss bis zum Knie) und als Ganzkörperguss enden. Bei den Güssen sind Wechselgüsse, bei denen die Temperatur gewechselt wird, und kalte Güsse zu unterscheiden.Nach wechselwarmen / kalten Güssen oder Blitzen und Bädern sollte sich der Patient möglichst durch Bewegung - aktiv - wiedererwärmen.  Selten wird ein heisser Guss angewendet, er ist aber bestens bei Schmerzen im Lenden und Kreuzbereich geeignet und dient zur nervalen Beruhigung und somit zur Schmerzlinderung.


Nun fehlen noch die sogenannten Blitzgüsse.

Diese Sonderform der Güsse bietet eine erhöhte Reizung und Tiefere Wirkung als einfache Güsse, ist aber leider auch etwas unangenehmer zu ertragen. Das Wasser wird bei Blitzgüssen mittels eines Druckstrahles an den Patienten gebracht und löst einen thermischen Reiz, durch die Wassertemperatur, und einen mechanischen Reiz, durch den Wasserdruck, aus. Häufige Indikation für Blitzgüsse sind grossflächige muskuläre Dysbalancen und systemische Erkrankungen. Es wird hier ebenfalls zwischen einfachen und wechselwarmen Anwendungen unterschieden. Und wie bei den Güssen ist auch ein heisser Blitzgüss bei lumbalen Beschwerden möglich.


Ebenfalls ausserhalb der "Feuchträume" sind Waschunge als therapeutische Massnahme möglich, ähnlich den Abklatschungen, Abreibungen und Güssen (im gewissen Sinne auch der wechselwarmen oder kalten/absteigenden Teilbäder) und dient primaer dazu die Durchblutung zu fördern. Zusätzlich wirken sie detonisierend(entspannend und tonussenkend) und spasmolytisch(krampflösend) (nicht kalte oder wechselwarme) auf die Muskulatur. Diese Maßnahmen sind häufig sehr wichtig zur Unterstützung anderer natürlicher Heilanwendungen. (allerdings werden sie sehr selten angewendet. Ab und zu kommen Bürstungen zum Einsatz - diese sind auch sehr gut zur Sensibilisierung z.B. bei Gefühlsverlust durch Schlaganfall oder ähnlichem.)


Waschung (Ganzkörperwaschung / ggf. auch Teilwaschungen):

Mit einem Naturschwamm, zur Not kann man auch einen Waschlappen nehmen , werden die einzelnen Körperteile von oben nach unten aber immer herzwärts mit kreisenden Bewegungen abgewaschen. Hierzu kann man entsprechende Zusätze in das Wasser geben. Die Ganzkörperwaschung sollte etwa 10 Minuten dauern, aber eine Viertelstunde nicht überschreiten. Sie wirkt belebend, durchblutungsfördernd und regt vor allem die Ausleitung der Schlacken- und Giftstoffe durch die Haut an.


Bei Empfindlichen Patienten (Hypersensibel oder auch Herzpatienten) empfehlen sich Teilwaschungen - z.B. Arme und (wenn der Patient es aushält/zulässt) Brustkorb, beim Nächsten mal dann die Beine.


Auch wechselwarme oder kalte Waschungen sind möglich (dann ohne Zusätze) - diese dienen allerdings hauptsächlich als Ersatz für andere wechselwarme anwendungen wie Güsse, Blitzgüsse, Teilbäder, etc. Nach wechselwarmen oder kalten Waschungen gilt - wie bei allen wechselwarmen / kalten Anwendungen - das aktive Wiedererwärmen als angezeigt ist und dem einfachen abtrocknen und passiven Aufwärmen vorzuziehen.



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